Archiv für September, 2010

28. September 2010  Kategorie:   Reinigung Allgemein

Sporthallenböden stellen höchste Ansprüche an Reinigung und Pflege, denn Sporthallenböden haben die Funktion des wichtigsten Sportgerätes in der Halle. Es gilt die strikten gesetzlichen Vorgaben in Sporthallen, insbesondere wenn es um die Sicherheit von Sportlern geht, einzuhalten.
Diese müssen bei der Reinigung und Pflege der Sporthallenböden beachtet werden. Denn das Gleitverhalten, die Trittsicherheit und die Lichtreflexion werden durch Reinigung und Pflege beeinflusst.

Nach sportlichen Veranstaltungen in Mehrzweckhallen muß der Boden wieder für den Sportbetrieb aufbereitet werden.
Die größten Gefahren für Bodenbeläge in Sporthallen sind:
Fehlende oder Unzureichende Laufzonen in den Eingangsbereichen führen zu einem erhöhten Schmutzeintrag und beschleunigtem Verschleiß der Belagsoberflächen.
Schwarze Gummirollen unter Gerätewagen können bei hellen Bodenbelägen zu Verfärbungen führen.
Staub und Dreck unter den Schuhen verursachen feine Kratzer auf dem Boden und führen zu einer Anrauhung der Belagsoberfläche.
Nicht geeignete Reinigungs- und Pflegemittel können eine Erhöhung der Oberflächenglätte und des Glanzgrades bewirken und beeinträchtigen die Nutzungseigenschaften.
Bodenbeläge
Bereits im Eingangsbereich können durch große Laufzonen präventive Maßnahmen zur Reinigung der Schuhsohlen ergriffen werden. Schmutz Fangmatten übernehmen hier einen Teil der Reinigungsarbeit.
Die Böden innerhalb der Halle sind aus verschiedenen Schichten aufgebaut, die sich nach der Hauptnutzung richten. Je nach Nutzungsart eignen sich unterschiedliche Bodenbeläge und Aufbauten. Trittschalldämmung und Elastizität spielen hier eine große Rolle. Teilweise werden die Böden auch mit speziellen Polyurethan Beschichtungen(PU) versehen, die eine höhere Verschleißfestigkeit bringen.
Verschieden Beläge kommen zum Einsatz:
PVC Beläge und andere Kunststoffbeläge(PO-Beläge)
Linoleumbeläge, werksseitig beschichtet (Entfernbare Beschichtung),
Linoleumbeläge, permanent beschichtet(PUR-Beschichtung Elastomer- oder Gummibelagsbeschichtung)
Polyurethan Gießböden,
Parkettböden

Standardverformung, Kraftabbau, Ballreflexion und Fallhöhe sowie Gleitreibung sind weitere Kriterien, die die Auswahl der Beläge beeinflussen. Da sich die Oberflächeneigenschaften eines neuen Belages durch die Reinigung und Pflege nicht negativ verändern sollen, muss eine richtige, regelmäßige Reinigung und Pflege vorausgesetzt werden.

Wichtig ist auf der einen Seite die Beibehaltung und Gewährleistung der Trittsicherheit auf dem Sportbodenbelag, auf anderen Seite muss die Gleitreibung einen bestimmten Wert haben.
Verschmutzungsarten und Reinigungsmittel
Verschmutzung durch Staub, Harze, alles was von außen nach innen getragen wird sowie Striche durch Schuhsohlen und allgemeine Verschmutzungen stellen sehr spezielle Anforderungen an die Auswahl der Reinigungsmittel. Die Wahl des Einpflegeproduktes muss auf die Nutzung und die speziellen Eigenschaften des Sportbelages abzustimmt werden.
Die eingesetzten Reinigungsmittel müssen unbedingt die Tritt-und Rutsch Sicherheit gewährleisten. Eine besondere Anforderung wird bezüglich der Entfernung von Einbrennern an die Reinigungsmittel für die Unterhaltsreinigung gestellt.
Staub wird durch Feuchtwischen oder Naßreinigen mit Feuchtwischmitteln entfernt, sowie durch Alkoholreiniger oder Maschinen taugliche Reiniger. Absatzstriche und Harze verschwinden durch lösungsmittelhaltige Cleaner. Allgemeine Verschmutzungen lassen sich durch Alkoholreiniger oder Automatentauglicher Reiniger entfernen.
Reinigungsintervalle
Reinigung und Pflege in einer Sporthalle ist der Nutzung anzupassen. Das bedeutet, daß bei täglich genutzten Sporthallen auch mindestens einmal täglich der Staub entfernt werden sollte, bevor der eigentliche Sportbetrieb aufgenommen wird, um die Gleitreibung nicht negativ zu beeinflussen. Staub auf dem Sporthallenböden vermindert häufig die Standsicherheit.

15. September 2010  Kategorie:   Reinigung Allgemein

Wasser ohne Mineralien. Welche Rolle spielt dies in der Gebäudereinigung.

Entmineralisiertes Wasser ein enormer Schmutzmagnet mit Langzeitwirkung. Saubere Glasflächen sind das Ergebnis aus professionellem Equipment und der richtigen Technik. Die Qualität des Wassers spielte bisher bei der Reinigung keine besonders wichtige Rolle.

Wasser enthält die Mineralstoffe Alkalimetalle, Schwefelsalze und. Kalk. Wasser hat jedoch die Eigenschaft je mehr Mineralstoffe es enthält, desto weniger Schmutz kann das Wasser aufnehmen.

Glasreinigung mit entmineralisiertem Wasser gewinnt deshalb seit Jahren an Bedeutung. Das ursprünglich in den Niederlanden entwickelte Verfahren ist vielfältig in der Gebäudereinigung einsetzbar. und hilft, es hilft vor allem wertvolle Zeit und Kosten zu sparen.

Wasserführende Teleskopstangen meist aus Carbon Faserstoffen machen eine Reinigung mit Gerüst oder Steiger überflüssig und auch schwer zugängliche Bereiche sind leicht zu reinigen

Die sogenannte Umkehrosmose ist das am häufigsten genutzte physikalische Verfahren zur Entmineralisierung von Wasser: Wasser wird mit hohem Druck durch spezielle Molekularmembranen gepresst, sodass Mineralien, Salze und anderen Stoffe weitgehend ausgefiltert werden.

Dieses Verfahren der Umkehrosmose ist aus der Meerwasserentsalzung und Trinkwasseraufbereitung bekannt. Gute Erfahrungen wurden auch mit Beseitigung von Grünspan auf rauen Oberflächen gemacht.

Die Vorteile liegen auf der Hand

Gute und besonders lange anhaltende Reinigungswirkung. Hierbei wirkt Entmineralisiertes Wasser wirkt wie ein Schmutzmagnet und besitzt dadurch eine besonders hohe Reinigungswirkung

Kostensenkung durch langanhaltende Sauberkeit. Entmineralisiertes Wasser schützt vor Wiederverschmutzung und spart daurch

Kosten- bzw. Zeitersparnis Die Nutzung von Gerüsten oder Steigern entfällt – Schmutz wird schneller und vor allem einfacher entfernt

Umweltfreundlichkeit durch den völligen Verzicht auf Chemie

15. September 2010  Kategorie:   Reinigung Allgemein

Die Reinigung in Bäckereien und Lebensmittel verarbeitenden Betrieben dient der Entfernung von Schmutz und Lebensmittelresten, die uner­wünschten Mikroorganismen als Nahrung zur Vermehrung dienen könnten.
Die Durch­führung der Reinigung muss für jeden Betrieb bzw. Bereich individuell unter Berück­sichtigung der genannten Einflussfaktoren geplant werden. Häufig erfolgt aufgrund einer starken Verunreinigung mit Lebensmittelresten im Vorfeld der Reinigung eine Entfernung des Grobschmutzes. Anschließend folgt die eigentliche Reinigung unter Verwendung geeigneter Reinigungsmittel.

Ablauf der Reinigung: Grobschmutz entfernen durch kehren, kratzen, wischen, spülen oder spritzen; Reinigung mit einer Reinigungsmittellösung mit sauberem Wasser nachspülen, um Reinigungsmittelrückstände zu entfernen.

Reinigungsmittel Reinigungsmittel lassen sich nach ihren pH-Werten in drei Gruppen einteilen:
saure Reinigungsmittel (pH-Wert zwischen 1 und 5);
neutrale Reinigungsmittel (pH-Wert zwischen 6 und 9);
alkalische bzw. basische Reinigungsmittel (pH-Wert zwischen 10 und 14).

Reinigungsmittel enthalten neben den Säuren oder Alkalien je nach Produkt und An­wendungsbereich z. B. folgende Komponenten:

Tenside (insbesondere anionische und/oder nichtionische Tenside) setzen die Ober­flächenspannung herab, fördern das Ablösen von Schmutz und verbessern die Reini­gungswirkung; Komplexbildner wie z. B. Polyphosphate, Phosphonate und Ethylendiamintetraacetat (EDTA) binden freie Mg2+- und Ca2+-Ionen aus dem Wasser, wodurch der Bil­dung von Kalkablagerungen vorgebeugt und gleichzeitig die Reinigungseigenschaf­t verbessert wird; Oxidationsmittel wie z. B. Peroxide und Hypochlorit dienen zur Entfernung hart­näckiger Rückstände und besitzen gleichzeitig eine mikrobizide Wirkung. Sie wer­den insbesondere bei alkalischen Reinigungsmitteln eingesetzt; kationische Tenside besitzen eine keimreduzierende Wirkung; Schauminhibitoren verhindern eine übermäßige Schaumbildung. Dies ist insbeson­dere bei Produkten für die CIP-Reinigung notwendig; Korrosionsinhibitoren reduzieren mögliche Oberflächenschädigungen von sauren Reinigungsmitteln; Stabilisatoren und Lösevermittler sollen eine Trennung der einzelnen Komponenten sowie unerwünschte chemische Reaktionen im Konzentrat verhindern und werden in flüssigen Reinigungsmitteln angewandt, um deren Stabilität zu erhalten.

Saure Reinigungsmittel

Die Basis saurer Reinigungsmittel können verschiedenste Säuren wie z. B. Schwefel­säure, Salpetersäure, Salzsäure, Citronensäure oder deren Salze sein. Die Säuren dienen insbesondere der Auflösung säurelöslicher, mineralischer Beläge (Kalkablagerungen). Sie verwandeln die wasserunlöslichen Ablagerungen (z. B. Wasser-, Kessel-, Milch- oder Bierstein) in eine lösliche, abspülbare Form. Einsatzgebiete saurer Reinigungsmittel sind z. B. Erhitzer-, Tank- und Formenreinigung sowie im Sanitärbereich. Nachteil: Saure Reinigungsmittel können gegenüber den Materialien (z. B. Aluminium) korrosiv wirken.

Neutrale Reinigungsmittel

Die Basis neutraler Reinigungsmittel sind meist anionische und/oder nichtionische Ten­side. Da neutrale Produkte weniger aggressiv sind, werden sie überwiegend für manuelle Reinigungsarbeiten (z. B. auch als Fettlöser) sowie zur Reinigung empfindlicher Gegen­stände eingesetzt.


Alkalische Reinigungsmittel

Grundstoffe alkalischer Reinigungsmittel sind z. B. Natronlauge bzw. Natriumhydroxid, Kalilauge bzw. Kalihydroxid, Natrium-bzw. Kaliumsilikat oder Natrium- bzw. Kalium­phosphat. Alkalische Bestandteile wirken in wässrigen Lösungen in der Regel sehr gut quellend und lösend auf organische Rückstände. Sie besitzen eine gute Reinigungskraft gegen­über eiweißhaltigen Verunreinigungen und werden daher z. B. häufig in der Fleischwirt­schaft angewandt. Bei sehr hartnäckigen Verunreinigungen durch z. B. denaturiertes Eiweiß in Grill-, Räucher- und Kochschränken werden stark alkalische Reiniger einge­setzt. Nachteil: Alkalische Reinigungsmittel können gegenüber den Materialien (z. B. Alumi­nium) korrosiv wirken.
Praxistipps In vielen Fällen ist ein regelmäßiger Wechsel zwischen sauren und alkalischen Reinigungsmitteln sinnvoll (z. B. 4 × pro Woche Reinigung mit alkalischem Pro­dukt und 1 ×pro Woche mit saurem Produkt). Dadurch nutzt man die positiven Eigenschaften beider Produktgruppen. Regelmäßiger Produktwechsel wirkt sich positiv auf die Lebensdauer des Mate­rials aus (hoher Materialverschleiß durch aggressive Wirkung der Reinigungsmittel). Reinigungsmittel dürfen nicht miteinander vermischt werden! Ansonsten können unerwünschte chemische Reaktionen wie z. B. Verpuffungen oder Gasbildung auftreten. Reinigungsmittel müssen laut den Herstellerangaben für den Lebensmittelbereich geeignet sein.
Bei der Auswahl des Reinigungsmittels und des -verfahrens ist eine Beratung durch den Fachmann notwendig. Stark saure und alkalische Reinigungsmittel besitzen eine erhebliche keimredu­zierende Wirkung. Zur Reinigung und Desinfektion ist stets Wasser mit Trinkwasserqualität zu ver­wenden.

5. September 2010  Kategorie:   Reinigung Allgemein

Die Gemeinden, Verwaltungen und Firmen sollten in der ökologischen Gebäudereinigung, eine Vorbildfunktion einnehmen. Eine umfassende umweltbewusste Gebäudereinigung ist jedoch komplex und stellt die Verantwortlichen vor eine schwierige Aufgabe. Neue Beschaffungskriterien für ökologische Reinigungsprodukte können dabei eine Hilfe sein.
Noch immer finden sich im Abwasser Substanzen, die nicht vollständig abbaubar sind. Die sogenannten Mikroschadstoffe kommen in Flüssen, Seen und sogar im Trinkwasser vor.  Ein Teil davon stammt von der Gebäudereinigung, wobei neben der Umwelt auch das Reinigungspersonal belastet wird. Denn dieses ist täglich mit Produkten in Kontakt, deren Inhaltsstoffe reizende und allergene Eigenschaften haben können. Viele Gemeinden  und Firmen nehmen dies zum Anlass, um zunehmend auf umweltschonende Gebäudereinigung umzustellen.  Doch für einen umfassenden Wechsel ist spezifisches Fachwissen notwendig.
Heute stehen verschiedene Hilfsmittel für eine Umstellung zur Verfügung. Die Interessengemeinschaft ökologische Beschaffung veröffentlichte neue Beschaffungskriterien für Reinigungsprodukte. Sie empfiehlt, bereits beim Einkauf die Inhaltsstoffe zu kontrollieren.  So müssen Putzmittel, welche die Kriterien erfüllen, eine gute biologische Abbaubarkeit aufweisen. Diese kann mit Hilfe eines Tests ermittelt werden. Er simuliert und prüft das Verhalten von Chemikalien, die nach der Anwendung ins Abwasser gelangen. Es wurden schon verschiedene Ansätze vorgeschlagen, um die umwelt- und gesundheitsschädigende Wirkung von Reinigungsprodukten künftig zu reduzieren. Dazu gehören zum Beispiel die korrekte Produktdosierung, ein angepasstes Reinigungsintervall oder Methoden wie Mikrofasertücher, die den Verbrauch von Reinigungsmitteln stark einschränken. Dabei hat sich die Reinigung mit Mikrofasern als Trend bewährt.  Dieser Wechsel muss mit einer Weiterbildung des Personals verbunden werden.
Eine Umstellung auf ökologische Reinigung ist hürdenreich. Für das Reinigungspersonal ist es schwierig zu erklären, dass gereinigt wurde, obwohl es weder dufte noch der Boden glänze.  Eine weitere Hürde für die Hausverwaltungen ist es, den Vertretern der grossen Reinigungsfirmen zu erklären, dass sie künftig nur noch ökologische Produkte kauften und die Beschaffung sich somit auf weniger Lieferanten reduzieren werde. Für das Putzen sollte je nach Anwendung auch kaltes Wasser eingesetzt werden. Denn kaltes Wasser ist hautfreundlicher und setzt keine Dämpfe frei.  Die Vorstellung, nur mit warmem Wasser werde es richtig sauber, stimmt überhaupt nicht. Für eine ökologische Reinigung sind der richtige Einsatz mit Mikrofasertüchern und die verwendete Wassermenge wichtig. Oft wird einfach zu viel warmes Wasser mit entsprechendem Energieverbrauch verschwendet oder nicht mit den richtigen Mikrofasertüchern gereinigt.
Outsourcing – Pflichtenheft empfehlenswert.
Will eine Gemeinde oder Firma die Gebäudereinigung an eine externe Firma delegieren,  muss sie darauf achten, dass sich auch das Unternehmen an die ökologischen Bestimmungen hält. Bei der Ausschreibung kann die Vergabestelle ein Pflichtenheft für die beauftragte Firma erstellen, in dem die Kriterien für die zulässigen Produkte aufgeführt sind. Bei einer externen Reinigung ist es zwingend notwendig, dass die Gemeinden oder Firmen explizit den Einsatz von ökologischen Produkten verlangen. Um dies zu gewährleisten, ist es erforderlich, dass die Reinigungsfirmen bereits seit längerem mit ökologischen Produkten arbeiten.

Das ist jedoch nur selten der Fall. Noch gibt es viel zu wenige Firmen, die auf ökologischer Basis reinigen können.