Ökologische Gebäudereinigung – eine komplexe Aufgabe

5. September 2010  Kategorie:   Reinigung Allgemein

Die Gemeinden, Verwaltungen und Firmen sollten in der ökologischen Gebäudereinigung, eine Vorbildfunktion einnehmen. Eine umfassende umweltbewusste Gebäudereinigung ist jedoch komplex und stellt die Verantwortlichen vor eine schwierige Aufgabe. Neue Beschaffungskriterien für ökologische Reinigungsprodukte können dabei eine Hilfe sein.
Noch immer finden sich im Abwasser Substanzen, die nicht vollständig abbaubar sind. Die sogenannten Mikroschadstoffe kommen in Flüssen, Seen und sogar im Trinkwasser vor.  Ein Teil davon stammt von der Gebäudereinigung, wobei neben der Umwelt auch das Reinigungspersonal belastet wird. Denn dieses ist täglich mit Produkten in Kontakt, deren Inhaltsstoffe reizende und allergene Eigenschaften haben können. Viele Gemeinden  und Firmen nehmen dies zum Anlass, um zunehmend auf umweltschonende Gebäudereinigung umzustellen.  Doch für einen umfassenden Wechsel ist spezifisches Fachwissen notwendig.
Heute stehen verschiedene Hilfsmittel für eine Umstellung zur Verfügung. Die Interessengemeinschaft ökologische Beschaffung veröffentlichte neue Beschaffungskriterien für Reinigungsprodukte. Sie empfiehlt, bereits beim Einkauf die Inhaltsstoffe zu kontrollieren.  So müssen Putzmittel, welche die Kriterien erfüllen, eine gute biologische Abbaubarkeit aufweisen. Diese kann mit Hilfe eines Tests ermittelt werden. Er simuliert und prüft das Verhalten von Chemikalien, die nach der Anwendung ins Abwasser gelangen. Es wurden schon verschiedene Ansätze vorgeschlagen, um die umwelt- und gesundheitsschädigende Wirkung von Reinigungsprodukten künftig zu reduzieren. Dazu gehören zum Beispiel die korrekte Produktdosierung, ein angepasstes Reinigungsintervall oder Methoden wie Mikrofasertücher, die den Verbrauch von Reinigungsmitteln stark einschränken. Dabei hat sich die Reinigung mit Mikrofasern als Trend bewährt.  Dieser Wechsel muss mit einer Weiterbildung des Personals verbunden werden.
Eine Umstellung auf ökologische Reinigung ist hürdenreich. Für das Reinigungspersonal ist es schwierig zu erklären, dass gereinigt wurde, obwohl es weder dufte noch der Boden glänze.  Eine weitere Hürde für die Hausverwaltungen ist es, den Vertretern der grossen Reinigungsfirmen zu erklären, dass sie künftig nur noch ökologische Produkte kauften und die Beschaffung sich somit auf weniger Lieferanten reduzieren werde. Für das Putzen sollte je nach Anwendung auch kaltes Wasser eingesetzt werden. Denn kaltes Wasser ist hautfreundlicher und setzt keine Dämpfe frei.  Die Vorstellung, nur mit warmem Wasser werde es richtig sauber, stimmt überhaupt nicht. Für eine ökologische Reinigung sind der richtige Einsatz mit Mikrofasertüchern und die verwendete Wassermenge wichtig. Oft wird einfach zu viel warmes Wasser mit entsprechendem Energieverbrauch verschwendet oder nicht mit den richtigen Mikrofasertüchern gereinigt.
Outsourcing – Pflichtenheft empfehlenswert.
Will eine Gemeinde oder Firma die Gebäudereinigung an eine externe Firma delegieren,  muss sie darauf achten, dass sich auch das Unternehmen an die ökologischen Bestimmungen hält. Bei der Ausschreibung kann die Vergabestelle ein Pflichtenheft für die beauftragte Firma erstellen, in dem die Kriterien für die zulässigen Produkte aufgeführt sind. Bei einer externen Reinigung ist es zwingend notwendig, dass die Gemeinden oder Firmen explizit den Einsatz von ökologischen Produkten verlangen. Um dies zu gewährleisten, ist es erforderlich, dass die Reinigungsfirmen bereits seit längerem mit ökologischen Produkten arbeiten.

Das ist jedoch nur selten der Fall. Noch gibt es viel zu wenige Firmen, die auf ökologischer Basis reinigen können.

Reinigung

2 Responses to “Ökologische Gebäudereinigung – eine komplexe Aufgabe”

  1. Cornelia sagt:

    All of my questions settled-thnaks!

  2. Wednesday sagt:

    Kudos! What a neat way of thniking about it.

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