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Eine erfolgreiche Teppichreinigung ist vom Verstand, der Erfahrung und sorgfältigem Arbeiten abhängig. Es ist oft so, dass die Versuchung groß ist, sich einfach Wasser und Strom zu besorgen und dann anzufangen.

Als Grundregel vorweg gilt es das Material zu prüfen.

Materialprüfung

Folgende Fragen gilt es sich vor jeder Teppichreinigung zu stellen

  • Ist das Material wasserbeständig
  • Ist das Material farbecht
  • Ist der Teppich verklebt, lose verlegt oder verspannt
  • Was ist mit stärkeren Mitteln und muss ich etwas gegen Verbräunungen tun
  • Ist eine Fußbodenheizung vorhanden

Diese Fragen können Sie immer anhand einer Materialprobe klären. Für die Prüfung heben Sie den Teppich an, entweder an einer Naht oder in einer Ecke. Das Trägermaterial besteht normalerweise aus einer der drei Materialien: Schaumstoff, Jute oder Latex.

Bei Schaumstoff kann man das Sprühextraktionsverfahren bedenkenlos einsetzen, aber bei Jute oder Latex ist Vorsicht geboten.

Teppichfasern an sich sind nicht einfach zu erkennen. Sie können aber davon ausgehen, dass Velour, Nadelfilz und einfache Schlingware synthetische Fasern sind aber Berber und viele Auslegware mit Juterücken aus Wolle oder einer Woll- Synthetikmischung bestehen.

Um Farbechtheit zu testen, nimmt man am besten ein weißes Handtuch, taucht es in die Reinigungslösung. An einer nicht sichtbaren Stelle reibt man kräftig auf dem Teppich. Bei Farbbestänigkeit wird das weiße Handtuch nicht die Farbe des Teppichs annehmen.

 

Die Teppichreinigung

Der Teppich ist geprüft und er ist reinigungsfähig. Jetzt müssen Sie sich entscheiden, mit welchem Reinigungsverfahren man ein optimales Ergebnis erzielt. Verschiedenen Verfahren bieten sich da an, die Shampoonierung und die Bonnet-Mop-Methode stellen eigentlich keine optimale Grundreinigung dar.

Shampoonierung

Eine Einscheibenmaschine wird mit Teppichshampoo befüllt, welches in den Teppich einmassiert und nach dem Trocknen abgesaugt wird. Hier entsteht rasch das Problem der schnellen Wiederverschmutzung und bei starker Verschmutzung hat man oft ein sehr unbefriedigendes Ergebnis.

Sprühextraktion

Die Sprühextraktion ist heutzutage das meist genutzte Reinigungssystem und äußerst wirkungsvoll. In den Frischwassertank wird heißes Wasser(bitte mindestens 45° C) zusammen mit dem Sprühextraktionsreiniger eingefüllt. Die zu reinigende Fläche wird mit dem Bodenadapter eingesprüht. Dabei wird der Schmutz gelöst und gleichzeitig wieder aufgesaugt. Man arbeitet in Bahnen und achtet darauf das sich die Bahnen immer ein Drittel überlappen. Sollte das Ergebnis nicht zufriedenstellend sein, so kann man den Vorgang wiederholen. Eine schnellere Trockenzeit erzielen Sie indem sie, ohne sprühen, den Boden nochmals absaugen.

Vorsprühen bei der Sprühextrahierung…

erleichtert den Reinigungsablauf. Vor der eigentlichen Reinigung sprüht man die zu reinigende Fläche mit einem Verkehrsfächenreiniger und oder Vorsprühreiniger im Verhältnist 1 : 8 ein. Aufsprühen kann man man mit dem Sprühextraktionsgerät oder mit einem Sprühgerät. Dann wie oben geschildert sprühextrahieren.

Shampoonierung und Sprühextrahierung

Durch dieses Verfahren erzielen Sie das optimale Reinigungsergebnis besonders bei starker Verschmutzung. Bei diesem Verfahren setzt man ein Shampoo und ein Verkehrflächenreiniger ein, um die Shampoonierung durchzuführen.

Nachdem die zu reinigende Fläche shampooniert wurde, nimmt man die Sprühextraktionsmaschine und extrahiert. Zum Nachspülen muss die Fläche gründlich ausgespült und neutralisiert werden.

 

Bei allen Verfahren, bei denen das Sprühextraktionsverfahren eingesetzt wird sollte man auf die folgenden Punkte achten, da alle das Endergebnis beeinflussen können.

 

Die Wassertemperatur

Man geht am besten davon aus, dass heißes Wasser eingesetzt werden kann, außer bei Woll-, Acryl-, oder echten Orient-Teppichen bei denen Vorsicht geboten ist. Das Wasser sollte mindestens 40°C möglichste aber 60°C betragen. Bei 60°C beträgt die Wassertemperatur am Boden nur noch ca. 40°C

Äußerste Vorsicht bei Eiweißflecken, diese werden durch Temperatur fixiert – also immer zuerst bearbeiten.

 

Der Wasserdruck

Der Aufprall mit dem das Wasser auf den Boden gelangt ist mitbestimmend für das Reinigungsergebnis. Viele Leute gehen davon aus, dass je höher der Druck ist desto besser wäre das Reinigungsergebnis. Das sollte man ein bisschen differenzierter sehen. Ein Druck von 5–7 bar ist angebracht für Schaumstoffträger und synthetisches Material. Bei Nadelfilz kann man den Druck bis auf 13 bar erhöhen. Wir gehen davon aus, dass bei einem höheren Druck auch mehr Wasser auf den Teppich gelangt und die Gefahr der Wellenbildung und des Einlaufens größer wird. Besondere Vorsicht ist bei gespannter Ware geboten. Bei empfindlichen Fasern sollte man nicht mehr als 3-4 bar nutzen.

 

Das Arbeitstempo

Oft wird ein Reinigungsergebnis wegen Streifen und Schatten, die erst nach dem Trockenen erscheinen, negativ beurteilt. Diese Streifen werden normalerweise durch ein zu hohes Arbeitstempo oder eine zu geringe Überlappung verursacht .Dies kann dadurch vermieden werden, dass man nach der Reinigung noch ein zweites Mal den Teppich absaugt. Lieber langsam und gründlich arbeiten als zu schnell mit einem negativen Ergebnis.

Hierauf sollte grundsätzlich geachtet werden

Nadelfilz

Wird am besten mit dem Verfahren Shampoonierung und Sprühextraktion gereinigt. Hierbei muss viel Wasser verwendet werden um das aufgebrachte Shampoo auszuspülen. Empfehlenswert ist hier ein Bürstenaufsatz für das Sprühextraktionsgerät.

 

Schlinge

Bei synthetischer Schlinge ist die Bearbeitung problemlos. Allgemein alkalibeständig. Für Wollschlinge bitte unter Wolle schauen.

 

Velour

Velour gibt es in vielen verschiedenen Ausführungen und Fasern. Eigentlich unproblematisch, Vorsicht ist nur geboten wenn ein Zweitrücken aus Jute vorhanden ist. Reinigung mit normalen Teppichreinigungsmitteln, hinterher aber bitte mit dem Florbesen den Flor wieder in eine Richtung ziehen.

 

Wolle

Nie zu heiß bearbeiten. Sollte mit einem sehr neutral eingestellten Reiniger gereinigt werden. Boden nicht zu nass machen.

 

Berber

ähnlich wie Wollböden bearbeiten. Berber kann aber mehr Wasser vertragen und bei ganz weißen Teppichen bitte einen Aufheller in den Reinigungstank geben. Die Reinigung muss im Kreuzprinzip erfolgen – von oben nach unten und von links nach rechts. Nur so werden die langen Fasern gründlich bis ins Trägergewebe gereinigt. Wenn Zöpfe und Fransen vorhanden sind, werden diese nach der Reinigung mit der Hand gereinigt und anschließend mit einer Fransenbürste ausgebürstet.

 

Maschinengewebte Teppiche

Nur bei Juterücken nicht übernässen ansonsten normal reinigen. Im Kreuzprinzip bearbeiten. Anschließend mit dem Florbesen ausbürsten und die Fransen mit einer Fransenbürste bearbeiten.

 

Fleckenentfernung nach Reinigung.

Eventuell noch vorhandene Flecken nach einer Reinigung müssen Sie manuell bearbeiten. Sorgen Sie dafür, dass Sie einen Fleckenkoffer immer dabei haben sowie eine Detachurbürste und einen Spatel. Für bestimmte Flecken verwenden Sie eine Fleckentfernungstabelle um das passende Mittel zu finden. Bei der Fleckentfernung müssen Sie klopfend mit der Datachierbürste auf die Stelle einwirken. Nicht reiben. Beim Reinigen werden oft Flecken in die Faser eingebrannt oder fixiert. Dies gilt im besonderen für Kugelschreiber- und Filzschreiberflecken.

 

Imprägnierung

Sie sollten überlegen ob diese aufgetragen werden muss und ob ein Geruchsbinder notwendig ist. Wie Sie sehen, ist Teppichreinigung heute mehr als nur mal eben shampoonieren.

Vergessen Sie nicht den Flor sauber und gleichmäßig in eine Richtung zu bürsten um das optische Ergebnis abzurunden.

16. Juni 2011  Kategorie:   Reinigung Allgemein

Das Nachfolgende ist nicht oder nur bedingt auf die Reinigung von Privathaushalten übertragbar.

Zwei Welten, die unterschiedlicher nicht sein können, prallen aufeinander. Auf der einen Seite der potenzielle Auftraggeber, der seine Reinigung möglichst günstig vergeben will und auf der anderen Seite der Reinigungsunternehmer im besten Fall Gebäudereiniger, der, wenn es denn ein kleineres Unternehmen ist, oft um seine wirtschaftliche Existenz kämpft.

Die Praxis sieht häufig so aus: Zwei Reinigungsunternehmer haben sich an einer Ausschreibung beteiligt. Beim Vergabegespräch fordert der Ausschreibende einen Preisnachlass in Höhe von 40%. Die Gebäudereiniger A und B betreiben seit Jahren gut am Markt positionierte Unternehmen. Beide bezahlen Ihre Mitarbeiter weit über Mindestlohn und führen die Sozialversicherungsabgaben ab.

Unternehmer A möchte im Höchstfall 10% von seinem Preis nachlassen. B hat kein Problem damit die Reinigung für den fast halben Preis durchzuführen und erhält den Zuschlag.

Die Lösung wie B die Leistung bei gleichen Grundvoraussetzungen erbringen kann ist ganz einfach. Die Arbeitsleistung pro Quadratmeter verdoppelt sich für die Mitarbeiter. Die Qualität sinkt natürlich dementsprechend. Fragen Sie ihn doch mal ihren Friseur ob er bei Ihnen Waschen, Schneiden, Frisieren auch in der Hälfte der Zeit und für den halben Preis erledigen kann. Die Qualität wird entsprechend sein.

Um mal ein paar Bezugswerte zu bekommen, gehen wir jetzt mal auf die Leistung einer durchschnittlich qualifizierten Reinigungskraft ein.

 

Bodenbeläge spielen eine eher untergeordnete Rolle. Manche der Einkäufer treiben hier einen außerordentlich hohen Aufwand. Dieser ist in den meisten Fällen nicht gerechtfertigt und führt zu merkwürdigen Reinigungsritualen. In diesen Büros werden dann in regelmäßigem Turnus nicht nur die Telefone, Fensterbänke sondern auch Oberkanten der Bilderrahmen, die Kreuze der Bürostühle wöchentlich gereinigt.

 

Die Tabelle zeigt die klassischen Kalkulationsgrundlagen der Gebäudereinigung

 

Reinigungsart:              Minimalleistung m²/h                        Maximalleistung m²/h

Büro mit Schreibtischen                     150                                                      250

Flure / Treppenhäuser                         150                                                      400

Sanitärräume / Teeküchen                  60                                                        90

Werkstätten / Lager                             300                                                      50

 

Wer aber eine brauchbare Reinigungsleistung bei guter Qualität erzielen möchte, sollte sich an die nachfolgenden Zahlen halten.

Büroflächen 180 m²/h

Flure 300 m²/h

Sanitärräume 70 m²/h

Werkstätten 400 m²/h

Bei Werkstätten mit Desinfektions- und Duschbereichen sowie Teeküchenbereichen kommt es sehr auf den Arbeitsumfang an. Wie Geschirr abräumen, einräumen etc.

Die Glasreinigung sieht für Außenstehende oft sehr einfach aus, bedarf aber einer großen Übung. Darüber hinaus ist die Arbeit oft nicht ungefährlich. Glasreiniger werden aus diesem Grund relativ gut bezahlt. In der Regel wird die Glasreinigung nach Quadratmetern abgerechnet.

 

Reinigungsart Preis

einseitig ohne Rahmen         €0,48 / m²

zweiseitig ohne Rahmen       €0,95 / m²

einseitig mit Rahmen            €0,65 / m²

zweiseitig mit Rahmen          €1,19/ m²

Wenn ein Steiger oder ähnliches benötigt wird, kommen diese Kosten noch dazu.

Nun kommen wir zu Faktoren welche Einfluss auf die Kalkulation haben. Genauer gesagt gibt es drei Faktoren bei denen sich der Preis einigermaßen beliebig verändern lässt.

1. Die Erhöhung der Quadratmeterleistung pro Einheit oder Stunde. Hier sind schnell physische Grenzen mit den daraus, zwangsläufig, entstehenden Fehlerquellen erreicht.

2. Den Mitarbeitern weniger Geld zu geben als ihnen zusteht. Dies bedeutet eine hohe Mitarbeiterfluktuation, Unzufriedenheit und die Qualität der Arbeit wird sich nicht verbessern

3. Einfach nicht die vereinbarte Leistung erbringen. Das bedeutet de facto, dass die Reinigungskräfte anstatt zwei Mal wöchentlich Staub zu saugen nur einmal in der Woche Staubsaugen werden. In anderen Bereichen wie Toiletten oder Sanitäranlagen nicht richtig reinigen, was sich auf negativ auf die Hygiene auswirken wird.

Reinigungskräften sollte die Arbeit nach Möglichkeit leicht gestaltet werden, sodass sie sich auf ihre Kernkompetenz das Putzen konzentrieren können. In unserer Branche werden häufig Mitarbeiter aus dem Ausland eingesetzt, die sind zwar schnell und fleißig haben aber oft eine begrenzte Lese- und Sprachfertigkeit.

Aus diesem und hygienischen Gründen haben Reinigungsfirmen und Gebäudereiniger Innungen vier verschiedene Farben eingeführt.

Blau Damit werden Flächen, die mit dem Menschen in Berührung kommen gereinigt. Zum Beispiel Schreibtische, Telefone, Türklinken

Rot Toiletten und Sanitärbereiche

Gelb Waschbecken, Ablagen, Fliesen (auch Teeküchen)

Grün Oft in Krankenhäusern verwendet. Zum Beispiel OP

Es ist schon interessant wenn Sie ihre Reinigungskraft aufmerksam beobachten, welche Farbe der Lappen hat. Wenn das Telefon gerade mit einem roten oder gelben Lappen gereinigt wird, überlegen Sie doch kurz was vor wenigen Minuten damit gemacht worden ist.

Der Blick in eine Putzkammer ist immer aufschlussreich. Sie sehen nur Lappen und Schwämme einer Farbe dann lassen Sie Ihrer Phantasie freien Lauf! Reinigungsmittel müssen entsprechend der Farbskala eingefärbt sein. Schon an der Flasche außen soll das Reinigungspersonal erkennen können, was damit geputzt werden soll.

Hier nun ein paar beliebte Tricks von Auftraggebern um Leistungen zu kürzen…

Erst den Preis bis zur Schmerzgrenze drücken, dann Reinigungskontrollen ansetzen und dem Gebäudereiniger versuchen Geld abzuziehen.

Bei Brückentagen oder Betriebsferien dem Reinigungsunternehmen kein Geld zahlen. Wer zu dieser Maßnahme greift, sollte seinem Arbeitgeber der Fairness halber das gleiche Angebot bei seinem Gehalt machen. Die Reinigungskräfte bekommen dann einfach kein Geld. Das Arbeitsrecht gilt zwar auch in dieser Branche, jedoch ist die Umsetzung für Reinigungskräfte nicht ohne weiteres möglich.

Nachmittags anrufen und sich über verschmutzte WC Anlagen beschweren. Dabei ignorieren, dass sich der Zustand einer Toilette innerhalb von 2 –3 Minuten grundlegend verändern kann.

Die Arbeit der Reinigungskräfte nicht anzuerkennen. Legen Sie einfach mal für 1 Stunde Ihren PC beiseite und reinigen Sie eine Bürofläche von nur 200 m² so sauber, wie Sie es von Ihrem Reinigungsunternehmen erwarten. Sollten dann noch der Meinung sind, das diese Arbeit nichts wert ist… Wie Lange brauchen Sie eigentlich für ihre 100 m² Wohnung bis diese richtig sauber ist?

In der Praxis hat sich nachfolgende Reinigungskonzeption als ausreichend herausgestellt. Einfache und für jeden nachvollziehbare Reinigungszyklen sind das Ergebnis. Die Auftraggeber sind in der Regel angetan von der Reinigung. Qualität oder Schlechtleistung ist sofort erkennbar. Hier das Rezept:

Täglich: Teeküchen, WC´s, Eingangsbereiche (Flure). Leeren der Restmüllbehälter

Wöchentlich: Alle Büros, alle Papierkörbe, Allgemeinflächen

Monatlich: Aufzüge, Garagen, …

Die einmalige wöchentliche Reinigung, Freitags am Abend oder am Samstag, hat mehrere Vorteile. Die Schreibtische werden in der Regel zum Wochenende von den Mitarbeitern abgeräumt und können deshalb gereinigt werden. Die Qualität ist am Montag sofort erkennbar.

Die Reinigungskräfte müssen die Büros unter der Woche nicht betreten. Wenn der Papierkorb zu klein ist, einfach einen größeren anschaffen oder vor die Türe stellen.

Abschaffung der Restmüllbehälter in den Büros. Das leeren der Restmüllbehälter muss aus hygienischen Gründen täglich erfolgen. Wichtig ist, dass die Reinigung des gesamten Gebäudes, natürlich abhängig von der Größe des Gebäudes, an einem Tag erfolgt. Mit Einführung dieses Reinigungskonzeptes haben Sie so gut wie keine Reklamationen mehr.

In kaum einem Bereich lässt sich so schnell und viel Geld einsparen wie in der Unterhaltsreinigung. Schnell ist ein billigerer Anbieter gefunden, der Qualität verspricht. Teilweise sind dicke QM –Handbücher, mit denen die Qualität gesichert wird, im Umlauf.

Leider vergisst ein Auftraggeber gerne, dass die eingesetzten Reinigungskräfte häufig der deutschen Sprache nur eingeschränkt mächtig sind.

Dies war ein kurzer Einblick in die wunderbare Welt der Reinigung. Ein Ausflug in die Farbenlehre der Reinigungskräfte war für die meisten sicher Neuland. Bedauerlicherweise ist dies auch bei vielen Reinigungsfirmen und Reinigungskräften noch so.

28. September 2010  Kategorie:   Reinigung Allgemein

Sporthallenböden stellen höchste Ansprüche an Reinigung und Pflege, denn Sporthallenböden haben die Funktion des wichtigsten Sportgerätes in der Halle. Es gilt die strikten gesetzlichen Vorgaben in Sporthallen, insbesondere wenn es um die Sicherheit von Sportlern geht, einzuhalten.
Diese müssen bei der Reinigung und Pflege der Sporthallenböden beachtet werden. Denn das Gleitverhalten, die Trittsicherheit und die Lichtreflexion werden durch Reinigung und Pflege beeinflusst.

Nach sportlichen Veranstaltungen in Mehrzweckhallen muß der Boden wieder für den Sportbetrieb aufbereitet werden.
Die größten Gefahren für Bodenbeläge in Sporthallen sind:
Fehlende oder Unzureichende Laufzonen in den Eingangsbereichen führen zu einem erhöhten Schmutzeintrag und beschleunigtem Verschleiß der Belagsoberflächen.
Schwarze Gummirollen unter Gerätewagen können bei hellen Bodenbelägen zu Verfärbungen führen.
Staub und Dreck unter den Schuhen verursachen feine Kratzer auf dem Boden und führen zu einer Anrauhung der Belagsoberfläche.
Nicht geeignete Reinigungs- und Pflegemittel können eine Erhöhung der Oberflächenglätte und des Glanzgrades bewirken und beeinträchtigen die Nutzungseigenschaften.
Bodenbeläge
Bereits im Eingangsbereich können durch große Laufzonen präventive Maßnahmen zur Reinigung der Schuhsohlen ergriffen werden. Schmutz Fangmatten übernehmen hier einen Teil der Reinigungsarbeit.
Die Böden innerhalb der Halle sind aus verschiedenen Schichten aufgebaut, die sich nach der Hauptnutzung richten. Je nach Nutzungsart eignen sich unterschiedliche Bodenbeläge und Aufbauten. Trittschalldämmung und Elastizität spielen hier eine große Rolle. Teilweise werden die Böden auch mit speziellen Polyurethan Beschichtungen(PU) versehen, die eine höhere Verschleißfestigkeit bringen.
Verschieden Beläge kommen zum Einsatz:
PVC Beläge und andere Kunststoffbeläge(PO-Beläge)
Linoleumbeläge, werksseitig beschichtet (Entfernbare Beschichtung),
Linoleumbeläge, permanent beschichtet(PUR-Beschichtung Elastomer- oder Gummibelagsbeschichtung)
Polyurethan Gießböden,
Parkettböden

Standardverformung, Kraftabbau, Ballreflexion und Fallhöhe sowie Gleitreibung sind weitere Kriterien, die die Auswahl der Beläge beeinflussen. Da sich die Oberflächeneigenschaften eines neuen Belages durch die Reinigung und Pflege nicht negativ verändern sollen, muss eine richtige, regelmäßige Reinigung und Pflege vorausgesetzt werden.

Wichtig ist auf der einen Seite die Beibehaltung und Gewährleistung der Trittsicherheit auf dem Sportbodenbelag, auf anderen Seite muss die Gleitreibung einen bestimmten Wert haben.
Verschmutzungsarten und Reinigungsmittel
Verschmutzung durch Staub, Harze, alles was von außen nach innen getragen wird sowie Striche durch Schuhsohlen und allgemeine Verschmutzungen stellen sehr spezielle Anforderungen an die Auswahl der Reinigungsmittel. Die Wahl des Einpflegeproduktes muss auf die Nutzung und die speziellen Eigenschaften des Sportbelages abzustimmt werden.
Die eingesetzten Reinigungsmittel müssen unbedingt die Tritt-und Rutsch Sicherheit gewährleisten. Eine besondere Anforderung wird bezüglich der Entfernung von Einbrennern an die Reinigungsmittel für die Unterhaltsreinigung gestellt.
Staub wird durch Feuchtwischen oder Naßreinigen mit Feuchtwischmitteln entfernt, sowie durch Alkoholreiniger oder Maschinen taugliche Reiniger. Absatzstriche und Harze verschwinden durch lösungsmittelhaltige Cleaner. Allgemeine Verschmutzungen lassen sich durch Alkoholreiniger oder Automatentauglicher Reiniger entfernen.
Reinigungsintervalle
Reinigung und Pflege in einer Sporthalle ist der Nutzung anzupassen. Das bedeutet, daß bei täglich genutzten Sporthallen auch mindestens einmal täglich der Staub entfernt werden sollte, bevor der eigentliche Sportbetrieb aufgenommen wird, um die Gleitreibung nicht negativ zu beeinflussen. Staub auf dem Sporthallenböden vermindert häufig die Standsicherheit.

15. September 2010  Kategorie:   Reinigung Allgemein

Wasser ohne Mineralien. Welche Rolle spielt dies in der Gebäudereinigung.

Entmineralisiertes Wasser ein enormer Schmutzmagnet mit Langzeitwirkung. Saubere Glasflächen sind das Ergebnis aus professionellem Equipment und der richtigen Technik. Die Qualität des Wassers spielte bisher bei der Reinigung keine besonders wichtige Rolle.

Wasser enthält die Mineralstoffe Alkalimetalle, Schwefelsalze und. Kalk. Wasser hat jedoch die Eigenschaft je mehr Mineralstoffe es enthält, desto weniger Schmutz kann das Wasser aufnehmen.

Glasreinigung mit entmineralisiertem Wasser gewinnt deshalb seit Jahren an Bedeutung. Das ursprünglich in den Niederlanden entwickelte Verfahren ist vielfältig in der Gebäudereinigung einsetzbar. und hilft, es hilft vor allem wertvolle Zeit und Kosten zu sparen.

Wasserführende Teleskopstangen meist aus Carbon Faserstoffen machen eine Reinigung mit Gerüst oder Steiger überflüssig und auch schwer zugängliche Bereiche sind leicht zu reinigen

Die sogenannte Umkehrosmose ist das am häufigsten genutzte physikalische Verfahren zur Entmineralisierung von Wasser: Wasser wird mit hohem Druck durch spezielle Molekularmembranen gepresst, sodass Mineralien, Salze und anderen Stoffe weitgehend ausgefiltert werden.

Dieses Verfahren der Umkehrosmose ist aus der Meerwasserentsalzung und Trinkwasseraufbereitung bekannt. Gute Erfahrungen wurden auch mit Beseitigung von Grünspan auf rauen Oberflächen gemacht.

Die Vorteile liegen auf der Hand

Gute und besonders lange anhaltende Reinigungswirkung. Hierbei wirkt Entmineralisiertes Wasser wirkt wie ein Schmutzmagnet und besitzt dadurch eine besonders hohe Reinigungswirkung

Kostensenkung durch langanhaltende Sauberkeit. Entmineralisiertes Wasser schützt vor Wiederverschmutzung und spart daurch

Kosten- bzw. Zeitersparnis Die Nutzung von Gerüsten oder Steigern entfällt – Schmutz wird schneller und vor allem einfacher entfernt

Umweltfreundlichkeit durch den völligen Verzicht auf Chemie