Archiv für ‘Tipps und Tricks’ Kategorie

Eine erfolgreiche Teppichreinigung ist vom Verstand, der Erfahrung und sorgfältigem Arbeiten abhängig. Es ist oft so, dass die Versuchung groß ist, sich einfach Wasser und Strom zu besorgen und dann anzufangen.

Als Grundregel vorweg gilt es das Material zu prüfen.

Materialprüfung

Folgende Fragen gilt es sich vor jeder Teppichreinigung zu stellen

  • Ist das Material wasserbeständig
  • Ist das Material farbecht
  • Ist der Teppich verklebt, lose verlegt oder verspannt
  • Was ist mit stärkeren Mitteln und muss ich etwas gegen Verbräunungen tun
  • Ist eine Fußbodenheizung vorhanden

Diese Fragen können Sie immer anhand einer Materialprobe klären. Für die Prüfung heben Sie den Teppich an, entweder an einer Naht oder in einer Ecke. Das Trägermaterial besteht normalerweise aus einer der drei Materialien: Schaumstoff, Jute oder Latex.

Bei Schaumstoff kann man das Sprühextraktionsverfahren bedenkenlos einsetzen, aber bei Jute oder Latex ist Vorsicht geboten.

Teppichfasern an sich sind nicht einfach zu erkennen. Sie können aber davon ausgehen, dass Velour, Nadelfilz und einfache Schlingware synthetische Fasern sind aber Berber und viele Auslegware mit Juterücken aus Wolle oder einer Woll- Synthetikmischung bestehen.

Um Farbechtheit zu testen, nimmt man am besten ein weißes Handtuch, taucht es in die Reinigungslösung. An einer nicht sichtbaren Stelle reibt man kräftig auf dem Teppich. Bei Farbbestänigkeit wird das weiße Handtuch nicht die Farbe des Teppichs annehmen.

 

Die Teppichreinigung

Der Teppich ist geprüft und er ist reinigungsfähig. Jetzt müssen Sie sich entscheiden, mit welchem Reinigungsverfahren man ein optimales Ergebnis erzielt. Verschiedenen Verfahren bieten sich da an, die Shampoonierung und die Bonnet-Mop-Methode stellen eigentlich keine optimale Grundreinigung dar.

Shampoonierung

Eine Einscheibenmaschine wird mit Teppichshampoo befüllt, welches in den Teppich einmassiert und nach dem Trocknen abgesaugt wird. Hier entsteht rasch das Problem der schnellen Wiederverschmutzung und bei starker Verschmutzung hat man oft ein sehr unbefriedigendes Ergebnis.

Sprühextraktion

Die Sprühextraktion ist heutzutage das meist genutzte Reinigungssystem und äußerst wirkungsvoll. In den Frischwassertank wird heißes Wasser(bitte mindestens 45° C) zusammen mit dem Sprühextraktionsreiniger eingefüllt. Die zu reinigende Fläche wird mit dem Bodenadapter eingesprüht. Dabei wird der Schmutz gelöst und gleichzeitig wieder aufgesaugt. Man arbeitet in Bahnen und achtet darauf das sich die Bahnen immer ein Drittel überlappen. Sollte das Ergebnis nicht zufriedenstellend sein, so kann man den Vorgang wiederholen. Eine schnellere Trockenzeit erzielen Sie indem sie, ohne sprühen, den Boden nochmals absaugen.

Vorsprühen bei der Sprühextrahierung…

erleichtert den Reinigungsablauf. Vor der eigentlichen Reinigung sprüht man die zu reinigende Fläche mit einem Verkehrsfächenreiniger und oder Vorsprühreiniger im Verhältnist 1 : 8 ein. Aufsprühen kann man man mit dem Sprühextraktionsgerät oder mit einem Sprühgerät. Dann wie oben geschildert sprühextrahieren.

Shampoonierung und Sprühextrahierung

Durch dieses Verfahren erzielen Sie das optimale Reinigungsergebnis besonders bei starker Verschmutzung. Bei diesem Verfahren setzt man ein Shampoo und ein Verkehrflächenreiniger ein, um die Shampoonierung durchzuführen.

Nachdem die zu reinigende Fläche shampooniert wurde, nimmt man die Sprühextraktionsmaschine und extrahiert. Zum Nachspülen muss die Fläche gründlich ausgespült und neutralisiert werden.

 

Bei allen Verfahren, bei denen das Sprühextraktionsverfahren eingesetzt wird sollte man auf die folgenden Punkte achten, da alle das Endergebnis beeinflussen können.

 

Die Wassertemperatur

Man geht am besten davon aus, dass heißes Wasser eingesetzt werden kann, außer bei Woll-, Acryl-, oder echten Orient-Teppichen bei denen Vorsicht geboten ist. Das Wasser sollte mindestens 40°C möglichste aber 60°C betragen. Bei 60°C beträgt die Wassertemperatur am Boden nur noch ca. 40°C

Äußerste Vorsicht bei Eiweißflecken, diese werden durch Temperatur fixiert – also immer zuerst bearbeiten.

 

Der Wasserdruck

Der Aufprall mit dem das Wasser auf den Boden gelangt ist mitbestimmend für das Reinigungsergebnis. Viele Leute gehen davon aus, dass je höher der Druck ist desto besser wäre das Reinigungsergebnis. Das sollte man ein bisschen differenzierter sehen. Ein Druck von 5–7 bar ist angebracht für Schaumstoffträger und synthetisches Material. Bei Nadelfilz kann man den Druck bis auf 13 bar erhöhen. Wir gehen davon aus, dass bei einem höheren Druck auch mehr Wasser auf den Teppich gelangt und die Gefahr der Wellenbildung und des Einlaufens größer wird. Besondere Vorsicht ist bei gespannter Ware geboten. Bei empfindlichen Fasern sollte man nicht mehr als 3-4 bar nutzen.

 

Das Arbeitstempo

Oft wird ein Reinigungsergebnis wegen Streifen und Schatten, die erst nach dem Trockenen erscheinen, negativ beurteilt. Diese Streifen werden normalerweise durch ein zu hohes Arbeitstempo oder eine zu geringe Überlappung verursacht .Dies kann dadurch vermieden werden, dass man nach der Reinigung noch ein zweites Mal den Teppich absaugt. Lieber langsam und gründlich arbeiten als zu schnell mit einem negativen Ergebnis.

Hierauf sollte grundsätzlich geachtet werden

Nadelfilz

Wird am besten mit dem Verfahren Shampoonierung und Sprühextraktion gereinigt. Hierbei muss viel Wasser verwendet werden um das aufgebrachte Shampoo auszuspülen. Empfehlenswert ist hier ein Bürstenaufsatz für das Sprühextraktionsgerät.

 

Schlinge

Bei synthetischer Schlinge ist die Bearbeitung problemlos. Allgemein alkalibeständig. Für Wollschlinge bitte unter Wolle schauen.

 

Velour

Velour gibt es in vielen verschiedenen Ausführungen und Fasern. Eigentlich unproblematisch, Vorsicht ist nur geboten wenn ein Zweitrücken aus Jute vorhanden ist. Reinigung mit normalen Teppichreinigungsmitteln, hinterher aber bitte mit dem Florbesen den Flor wieder in eine Richtung ziehen.

 

Wolle

Nie zu heiß bearbeiten. Sollte mit einem sehr neutral eingestellten Reiniger gereinigt werden. Boden nicht zu nass machen.

 

Berber

ähnlich wie Wollböden bearbeiten. Berber kann aber mehr Wasser vertragen und bei ganz weißen Teppichen bitte einen Aufheller in den Reinigungstank geben. Die Reinigung muss im Kreuzprinzip erfolgen – von oben nach unten und von links nach rechts. Nur so werden die langen Fasern gründlich bis ins Trägergewebe gereinigt. Wenn Zöpfe und Fransen vorhanden sind, werden diese nach der Reinigung mit der Hand gereinigt und anschließend mit einer Fransenbürste ausgebürstet.

 

Maschinengewebte Teppiche

Nur bei Juterücken nicht übernässen ansonsten normal reinigen. Im Kreuzprinzip bearbeiten. Anschließend mit dem Florbesen ausbürsten und die Fransen mit einer Fransenbürste bearbeiten.

 

Fleckenentfernung nach Reinigung.

Eventuell noch vorhandene Flecken nach einer Reinigung müssen Sie manuell bearbeiten. Sorgen Sie dafür, dass Sie einen Fleckenkoffer immer dabei haben sowie eine Detachurbürste und einen Spatel. Für bestimmte Flecken verwenden Sie eine Fleckentfernungstabelle um das passende Mittel zu finden. Bei der Fleckentfernung müssen Sie klopfend mit der Datachierbürste auf die Stelle einwirken. Nicht reiben. Beim Reinigen werden oft Flecken in die Faser eingebrannt oder fixiert. Dies gilt im besonderen für Kugelschreiber- und Filzschreiberflecken.

 

Imprägnierung

Sie sollten überlegen ob diese aufgetragen werden muss und ob ein Geruchsbinder notwendig ist. Wie Sie sehen, ist Teppichreinigung heute mehr als nur mal eben shampoonieren.

Vergessen Sie nicht den Flor sauber und gleichmäßig in eine Richtung zu bürsten um das optische Ergebnis abzurunden.

Frage: Welche Reinigungsmittel gehören zur Ausstattung eines Haushalts?

Antwort: Zur Minimalausstattung gehören Geschirrspülmittel, Allzweckreiniger, Scheuermilch, WC- und Badreiniger.
Abhängig von der Verschmutzungsart  und von der Oberfläche können weitere Reinigungs- und Pflegemittel sinnvoll sein.

Haltbarkeit von Reinigungsmittel

Frage: Wie lange kann man Reinigungsmittel verwenden?

Antwort: Produkte, die einen lagerbedingten Verlust an Wirkungskraft haben, besitzen ein Ablaufdatum auf der Verpackung. Nach diesem Datum ist die Wirkung der Reinigungsmittel nicht mehr gewährleistet. Soweit kein Haltbarkeitsdatum angegeben ist, sind die Produkte verwendbar, bis sichtbare Produktveränderungen auftreten.

Schuhequietschen

Frage: Nach dem Putzen quietschen die Schuhe beim Begehen des Fußbodenbelages (z. B. aus Kunststoff, Linoleum oder Keramikfliesen). Was ist die Ursache?

Antwort: Die vollständige Entfernung von fetthaltigem Schmutz oder von einer Pflegeschicht auf dem Fußboden kann die Ursache des Quietschens sein.

Laufstraßen

Frage: Wie reinige ich einen Fußboden, der Laufstraßen zeigt?

Antwort: Bei Hartböden (z. B. keramischen Fliesen, Steinplatten), die häufig mit Pflegemitteln behandelt worden sind, können an besonders beanspruchten Stellen Pflegefilme abgenutzt sein. Zur Reinigung müssen alte Pflegefilme ganzflächig auf dem gesamten Boden entfernt werden. Hierfür sollten Tische, Stühle, kleine Schränke usw. aus dem Raum entfernt werden.
Bei elastischen Bodenbelägen (z. B. Linoleum, PVC, Laminat, Holz) müssen die entsprechenden Beläge zusätzlich wieder eingepflegt werden (vorzugsweise mit wasserlöslichen Produkten).

Microfasertücher I

Frage: Wie pflege ich Microfasertücher? Was muss ich beim Waschen beachten?

Antwort: Microfasertücher sollten regelmäßig in einem feinmaschigen Wäschenetz gewaschen werden. Wenn die Tücher in der Küche verwendet werden, dann sollten sie mit einem 60 °C-Waschprogramm und einem Textilwaschmittel gewaschen werden.
Kein Weichspüler verwenden und nicht in den Trockner geben!

Microfasertücher II

Frage: Hersteller von Microfasertüchern empfehlen beim Einsatz dieser Tücher, keine Reinigungsmittel zu verwenden. Stimmt das?

Antwort: Bei leichter Verschmutzung bzw. täglicher Unterhaltsreinigung ist i.d.R. kein Reinigungsmittel notwendig, eventuell nur ein Tropfen Spülmittel um die Oberflächenspannung des Wassers zu reduzieren. Bei stärkerer Verschmutzung geht es oft nicht ohne Reinigungsmittel.

Streifen beim Fensterreinigen

Frage: Großflächige Fensterscheiben zeigen nach dem Putzen und Trocknen Streifen. Was mache ich falsch?

Antwort: Eventuell wurde
- zu viel oder ein ungeeignetes Reinigungsmittel verwendet.
- zu wenig Reinigungsmittel für den Verschmutzungsgrad verwendet.
- die Reinigungslösung nicht rechtzeitig gewechselt.
- die Fensterrahmen vor dem Putzen der Glasscheiben nicht richtig gereinigt, sodass Schmutz von den Rahmen wieder auf die Scheiben gelangte.

Praktische Tipps:
- Die Scheibe gründlich reinigen (Insektenkot haftet oft sehr stark und hinterlässt beim Abziehen Streifen). Einwaschen – wirken lassen und nochmals nachwaschen (mit einem Schwamm mit weichem Pad).
- Nach jedem Absetzen des Abziehers die Gummilippe abwischen.
- Die Gummilippe nur im nassen Bereich ansetzen.

Fensterreinigen mit Zeitungspapier

Frage: Ist zum Fensterreinigen Zeitungspapier zu empfehlen?

Antwort: Nein! Besser sollte ein Abzieher oder Glasreiniger in Verbindung mit einem saugfähigen Tuch benutzt werden.

Fensterreinigen bei Sonnenschein

Frage: Ist es sinnvoll, Fenster bei Sonnenschein zu putzen?

Antwort: Ist möglich. Die Fenster dürfen jedoch vor dem Abziehen nicht antrocknen

Reinigungsmittel aus dem Haushalt

Backpulver

Frage: Ist Backpulver zur Schimmelentfernung auf verputzten Wänden oder in Fliesenfugen geeignet?

Antwort: Nein! Backpulver enthält meist auch Mehl oder Stärke als Trennmittel, was den Schimmelpilzen als Nahrung dient.

Zeitungspapier

Frage: Ist zum Fensterreinigen Zeitungspapier zu empfehlen?

Antwort: Nein! Besser sollte ein Abzieher oder Glasreiniger in Verbindung mit einem saugfähigen Tuch benutzt werden.

Buttermilch

Frage: Ist Buttermilch zur Reinigung von Fliesenfugen geeignet?

Antwort: Nein! neben dem geringen Anteil an verdünnter Milchsäure enthält Buttermilch auch Fett und Eiweiß. Wenn diese Stoffe auf den Fliesenfugen zurückbleiben, dann bilden sie in feuchter Umgebung einen Nährboden für Schimmelpilze.

Essig

Frage: Ist Essig zur Entkalkung von Geräten zu empfehlen?

Antwort: Nein! Essig kann Metall- und Kunststoffteile angreifen.
Immer Herstellerhinweise der Gerätehersteller beachten!

Weichspüler

Frage: Ist Weichspüler als Pflegemittel für Fußbodenbeläge Laminat geeignet?

Antwort: Nein. Weichspüler enthält kationische Tenside, die sich an der Fußbodenoberfläche anlagern und zunächst einen Pflegeeffekt geben. Nach kurzer Zeit sind dann auf dem Boden sogenannte „Laufstraßen“ an den Stellen zu erkennen, über die häufig gelaufen wird. Die kationischen Tenside lassen sich mit den für Laminat geeigneten Reinigungsmitteln nur relativ schwer entfernen.

Zur Küche

Putzstreifen auf Fliesen

Frage: Was kann ich gegen Putzstreifen auf Fliesen tun?

Antwort: Putzstreifen sind in der Regel Rückstände von Schmutz oder Reinigungsmitteln, meistens beides. Daher unbedingt gemäß den Angaben auf der Verpackung des Reinigungsmittels dosieren: Bei leichter Verschmutzung das Reinigungsmittel geringer dosieren, bei sehr starken Verschmutzungen mehr Reinigungsmittel verwenden.

In der Küche mit einem Fettlöser (z. B. Spülmittel oder Allzweckreiniger) die Fliesen gut einwaschen, wirken lassen und den gelösten Schmutz abwaschen. Anschließend mit einem gut ausgewrungenen und gefalteten Tuch (z. B. Mikrofasertuch) nachreiben.

Kühlschrankreinigen

Frage: Ist es sinnvoll, den Kühlschrank nach dem Reinigen nochmals mit Essig auszuwischen?

Antwort: Das ist nicht notwendig, es sei denn, der Geruch nach Essig wird gewünscht.

Glaskeramik-Kochfelder mit Scheuermilch reinigen

Frage: Kann man zur Reinigung eines Kochfeldes aus Glaskeramik (z. B, Ceran®) auch Scheuermilch zur Entfernung von hartnäckigen Verschmutzungen empfehlen?

Antwort: Nicht generell. Für Glaskeramik-Kochfelder sollten besser Spezialreinigungsmittel für Glaskeramik verwendet werden, die zusätzlich einen Schutz für das Glaskeramik-Kochfeld vor Wiederanschmutzung bieten.

Alternativ zuerst auf das Kochfeld ein nasses Tuch 5 Minuten auflegen. Kochrückstände lassen sich somit zum größten Teil ohne Reinigungsmittel und Mechanik beseitigen.

Arbeitsplatte desinfizieren

Frage: Ist es sinnvoll die Arbeitsplatte in der Küche zu desinfizieren?

Antwort: Dies ist in der Regel nicht erforderlich. In einzelnen  Fällen, z. B. wenn die Arbeitsplatte direkten Kontakt mit Geflügel-Abtauwasser, rohem Ei oder Fleisch hat, kann eine Desinfektion sinnvoll sein. Nach dem Desinfizieren unbedingt mit klarem Wasser nachspülen!
TIPP: Sinnvoller ist in diesen Fällen die Verwendung eines Schneidbretts, das nach der Verwendung gründlich gereinigt wird.

Arbeitsplatte aus Kunststoff

Frage: Arbeitsplatten aus Kunststoff mit Strukturoberfläche: Wie reinige ich diese effektiv und hygienisch?

Antwort: Geschirrspülmittel oder Küchenreiniger mit weicher Bürste oder Schwamm verwenden. Ggf. eignet sich auch Scheuermilch in Verbindung mit einem Tuch.

Backofenreiniger

Frage: Gibt es Alternativen zu einem Backofenreiniger?

Antwort: Bei eingebrannten Verkrustungen: Nein!
Bei frischen Verschmutzungen: Ja, zum Beispiel Spülmittel oder andere Fettlöser. Eine sofortige Reinigung verhindert u. U. das Einbrennen der Verkrustungen.
Einige Herde haben eine sogenannte Pyrolyse-Reinigungsfunktion, wodurch der Backofen auf über 300 °C erhitzt wird und sich die Anschmutzungen lösen. Dafür wird aber sehr viel Energie benötigt.
TIPP: Der Verschmutzung durch Auslegen des Backofens mit z. B. Alufolie vorbeugen.

Edelstahlspüle mit Scheuermilch reinigen

Frage: Kann ich für die Edelstahlspüle Scheuermilch verwenden, ohne das Material zu schädigen?

Antwort: Ja. Scheuermilch ist für die Reinigung der Spüle geeignet.

Gebürstete Edelstahloberfläche pflegen

Frage: Wie pflege ich Oberflächen aus gebürstetem Edelstahl (z.B. Kühlschrank)?

Antwort: Mit einem gut ausgewrungenen und gefalteten Mikrofasertuch in Walzrichtung ohne Reinigungsmittel abwischen.
Alternativ: Gereinigte Oberfläche mit weichem Tuch und Pflegemittel für Edelstahl behandeln. Keinen Scheuerschwamm verwenden!

Fettbelag auf Küchenmöbel

Frage: Welches Mittel setzt man sinnvollerweise ein, um Fettbeläge auf Küchenmöbeln zu entfernen?

Antwort: Küchenreiniger bzw. Allzweckreiniger gegen Fettschmutz. Bitte immer Materialverträglichkeit und Gebrauchsanweisung auf der Verpackung des Reinigungsmittels beachten.

Toilette

Fliesenfugen I

Frage: Die Fliesenfugen in der Dusche werden bröselig. Was kann die Ursache hierfür sein?

Antwort: Möglicherweise ist die Fugenmasse falsch verarbeitet worden. Bereits beim Auftragen des Fugenmörtels ist es sehr wichtig, auf eine sorgfältige, ordnungsgemäße Verarbeitung zu achten, damit die Fuge ihre optimale Endfestigkeit erreicht. Innerhalb der Aushärtungsphase – ca. 14 Tage für normal abbindende Produkte und ca. 5 Tage für schnell abbindende Produkte, wenn nicht vom Hersteller anders angegeben – darf das Fugenmaterial nicht mit säurehaltigen Mitteln in Berührung kommen. Während dieser Zeitspanne darf der Keramikbelag nur mit reinem Leitungswasser gereinigt werden.

Fliesenfugen II

Frage: Was kann ich vorbeugend gegen das Bröseln von Fliesenfugen tun?

Antwort: Bei Verwendung von säurehaltigen Reinigungsmitteln sind die Fugen unmittelbar vorher mit Leitungswasser zu nässen, um ein Eindringen des Reinigungsmittels in die Fugen zu vermindern. Die Einwirkzeit des säurehaltigen Reinigungsmittels auf die Fugen ist auf ein Minimum zu  beschränken: bei leichteren Ablagerungen bis zu einer Minute, bei starken Ablagerungen bis zu 5 Minuten. Das Reinigungsmittel ist danach mit klarem Leitungswasser abzuwaschen. Fugen nicht zusätzlich mit Scheuermitteln oder -schwämmen behandeln. Unter Umständen empfiehlt es sich bei hartnäckigen Verschmutzungen, das Reinigungsmittel auf ein Tuch aufzubringen und damit die verschmutzten Bereiche zu reinigen. Ggf. muss der Reinigungsvorgang wiederholt werden.

Acrylbadewanne/-duschkabine reinigen

Frage: Wie reinige ich schonend eine Acrylbadewanne oder Duschkabine?

Antwort: Bei Kunststoffen wie Acrylglas oder Polycarbonat können Spannungsrisse auftreten. Daher sollten zur Reinigung nur spezielle Badreinigungsmittel eingesetzt werden, die für diese Materialien geeignet sind. Möglichst Acrylfläche sofort nach Gebrauch reinigen.

WC-Becken und WC-Reiniger

Frage: Kann ich das WC-Becken schädigen, wenn ich WC-Reiniger länger oder über Nacht einwirken lasse?

Antwort: Bei Keramik: Nein!

4. Oktober 2010  Kategorie:   Tipps und Tricks

Die folgende Betriebsanweisung ist ein Muster für den beschriebenen Arbeitsplatz. Das Muster kann als Vorlage für eine eigene Betriebsanweisung genutzt werden, wenn mit den Gefahrstoffen an vergleichbaren Arbeitsplätzen gearbeitet wird.

Das Muster ist mit Blick auf die spezifischen innerbetrieblichen Verhältnisse zu prüfen und zu überarbeiten. Die Angaben zu Fluchtweg, Unfalltelefon und Ersthelfer sind zu ergänzen. Die Angaben zu persönlicher Schutzausrüstung, Hautschutzplan, Bindemittel und Feuerlöscher sind zu konkretisieren. Die sachgerechte Entsorgung ist innerbetrieblich festzulegen.

Bezeichnung: Ätzende Reiniger
Betrieb: Allgemein
Arbeitsbereich: Werkstatt, Produktion, Wasseraufbereitung, Phosphorsäure, Salzsäure, Essigsäure, Ameisensäure
Gefahrstoffe: Kalium- und Natriumhydroxid, Metasilikate
Verwendung: Reinigungsmittel, auch zur Wasseraufbereitung / Neutralisation
Tätigkeit:  kurzzeitiger Einsatz verschiedener Produkte in kleinen Mengen, saure Reiniger, z. B. als Entroster, Entkalker u. ä., Maschinenreiniger, in Glasschleiferei (CNC-Arbeitstische), alkalische Reiniger als Rohrreiniger, Entfetter u. ä., zur Mischerreinigung bei der Schleifmittelherstellung, auch als Ultraschallreiniger Wasseraufbereitung: Einsatz von Natronlauge und Salzsäure,  zur Wasserenthärtung – bzw. Verdünnen mit Wasser, Auffüllen des Regenerationsbehälters
Persönliche Schutzausrüstung: Schutzbrille, Chemikalien-Schutzhandschuhe, beim Umgang mit größeren Mengen auch Gummischürze und -stiefel

10. August 2010  Kategorie:   Tipps und Tricks

Rotwein verursacht Flecken die sehr hartnäckig sind. Die chemischen Eigenschaften von Rotwein sorgen für Verfärbungen im Gewebe. Leider haben Haushaltsmittel und der Einsatz chemischer Substanzen nicht immer den erwünschten Reinigungseffekt.

Eine Möglichkeit zur Beseitigung von Rotweinflecken ist Salz. Ein neuer Rotweinfleck sollte schnell mit Salz behandelt werden. Man muss dem Salz Zeit lassen, Feuchtigkeit und Farbe des Rotweins aufzunehmen und bürstet es schließlich in getrocknetem Zustand aus. Die Reinigungswirkung des Salzes wird durch Zitronensaft, welcher vor einer Bearbeitung mit Salz auf den Rotweinfleck gegeben wird, verstärkt.

Rotweinflecken die sich nicht so leicht entfernen lassen, können mit nicht gesalzenem Kochwasser von Kartoffeln entfernt werden. Die Wäsche wird vor einem normalen Waschgang gründlich in der Flüssigkeit eingeweicht und dann normal in der Waschmaschine gereinigt.

Für Tischdecken und ähnliche textile Materialien gibt es neben Zitronensaft und Salz weitere Mittelchen gegen Rotweinflecken. Speisestärke kann die Salzbehandlung ersetzen und wird ebenso auf den frischen Fleck aufgebracht und nach dem gründlichen Durchtrocknen durch Ausbürsten entfernt. Flüssige Waschmittel erzielen gute Resultate, wenn der frische Rotweinfleck mit ihnen bestrichen wird, um dann bis zur Entfernung des Farbstoffs aus dem Gewebe gewaschen zu werden.

Gelangt Rotwein in die Fasern eines Teppichs entfalten sich schwer entfernbare Flecken. Hier helfen am besten alte Hausmittel gegen Rotweinflecken. Bewährt haben sich flüssige Waschmittel und Mineralwasser. Mineralwasser sollte in dieser Anwendungsform direkt zum Auswaschen des Rotweins verwendet werden.

Hat der Rotwein die Gelegenheit einzutrocknen, widersetzt sich die Verschmutzung jedem Reinigungsversuch. Chemische Reinigungs– und Bleichmittel sind häufig die einzige Aussicht auf Erfolg, allerdings wegen ihrer Aggressivität auch nicht risikolos. Oft versagen auch sie wenn der Rotwein erst tiefer in Gewebeschichten eingedrungen ist. Die Anwendung von Salz und Zitronensaft wird in der Regel diese Flecken nicht beseitigen, könnte aber die Verschmutzungsstärke senken, bevor andere Reinigungsmittel zum Einsatz kommen.

Werden Möbel mit Rotwein verunreinigt, ist Rasierschaum als effektives Mittel zur Fleckentfernung zu empfehlen. Der Rasierschaum wird auf dem Fleck verteilt, muss kurze Zeit einwirken und dann ausgewaschen werden.

Wertvollere Textilien sollten bei einer Verunreinigung durch Rotwein am besten in die Hände einer professionellen Reinigung gegeben werden.