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24. Juni 2010  Kategorie:   Reinigung Allgemein

Auf den Fassaden von Gebäuden sammelt sich im Laufe der Zeit viel Schmutz. An viel befahrenen Verkehrsstraßen oder in Industriegebieten können die Anteile von Schwermetallen sehr hoch sein.

Alte Farbanstriche enthalten eventuell Schadstoffe wie Cadmium etc. Die Fassadenreinigung soll ein Gebäude erneuern und schützen. Die Entfernung von Algen, Flechten und Moosen kann für einen neuen Anstrich oder eine Beschichtung erforderlich sein. Überwiegend wird mit Wasser und mit Hochdruckreiniger gearbeitet. Das Abwasser darf wegen der Schadstoffe nicht im Boden versickern noch darf es in Regenwasserkanäle eingeleitet werden.

Bei einer Fassadenreinigung müssen folgende spezielle technische Anforderungen berücksichtigt werden: Das Abwasser muss in den Schmutz- oder Mischwasserkanal des öffentlichen Entwässerungssystems eingeleitet werden. Bei der Einleitung sind die Bestimmungen einzuhalten. Für den Laien ist es oft schwierig, den richtigen Kanal zu erkennen.

Bei Privathäusern wird davon ausgegangen, dass ein Bodeneinlauf im Keller am Schmutz- oder Mischwasserkanal angeschlossen ist. Das Abwasser aus der Fassadenreinigung kann dort eingeleitet  werden, jedoch nur im gefilterten Zustand. Hierzu genügt meist ein Tuch. Der mineralische Rückstand kommt in den Hausmüll. Große gewerbliche Mengen sind abfallrechtlich zu entsorgen. Das Versickern des Abwassers kann durch Folienwannen vermieden werden, die am Fuß der jeweiligen Hausfassade angebracht werden. Reinigungsfirmen haben damit Erfahrung.

Bei der Verwendung von Reinigungsmitteln sollte zunächst überlegt werden, ob eine Reinigung nur mit Wasser schon genügt und man auf Zusatzmittel verzichten kann. Denn Reinigungsmittel enthalten zusätzliche Schadstoffe, die das Abwasser ebenfalls belasten. Bei einer Verwendung sollte die Konzentration so gering wie möglich gehalten werden. Genaue Angaben zur Verwendung, Wirkungsweise und den Inhaltsstoffen findet man im jeweiligen DIN-Sicherheitsdatenblatt. Der Einsatz aromatischer Kohlenwasserstoffe wie Benzol, Xylol und Toluol ist verboten. Heute werden hauptsächlich alkalische Mittel verwendet, die chemisch und ökologisch viel unbedenklicher sind. Trotzdem gilt Vorsicht: Schutzhandschuhe! Die – noch erlaubte – Verwendung von Methylenchlorid als Alternative zur Lauge ist ökologisch fragwürdig. Werden beim Einsatz Grenzwerte überschritten muss es gespeichert und entweder behandelt oder entsorgt werden. Das ist aufwendig und teuer. Es wird dringend geraten, diese Überlegung im Vorfeld einer Reinigung anzustellen.

Der Einsatz eines Sprüh-Saug-Systems vermeidet zwar nicht das Abwasser, aber durch den Aufbau und die Wirkungsweise des Systems ist keine Folienwanne mehr erforderlich. Wasserfreie Reinigungsverfahren wie das JOS – Verfahren arbeiten mit mineralischem Strahlmittel, welches aus einer Rotationsdüse auf die Fassade gestrahlt wird. Ein sehr geringer Wasseranteil dient zum Anfeuchten des Strahlgutes. Maßnahmen gegen Versickerung sind hier nicht zu ergreifen.

23. Juni 2010  Kategorie:   Reinigung Allgemein

Da die Welt immer mehr Öko-Bewusstsein entwickelt, vermehrt sich auch das Bestreben von immer mehr Unternehmen, ihren Teil für eine grünere Zukunft beizusteuern. Viele Gebäudereinigungen wählen inzwischen ihre Produkte im Hinblick auf die Umwelt und die Gesundheit der Mitarbeiter aus.

Reinigungsfirmen verwenden umweltfreundliche Reinigungsmittel um Verschwendung zu vermeiden, Umweltschäden zu vermindern und reduzieren die Exposition gegenüber giftigen Chemikalien. Die Verwendung von umweltfreundlichen Produkten bietet hier eine Lösung für dieses Problem.

Also, was genau können umweltfreundliche Produkte und wie umweltfreundlich und gesund sind sie?

Verpackung

Art und Menge der Verpackungen haben Einfluss für die  Erhaltung unserer Umwelt. Heute werden immer mehr umweltfreundliche Reinigungsmittel verwendet bei denen darauf geachtet wird, die Verpackungsmaterialien zu minimieren. Noch vor ein paar Jahren wurden viele Flaschen, z.B. Glasreiniger, Badreiniger und andere Plastikflaschen einfach weggeworfen. Heutzutage sind immer mehr hochkonzentrierte Reinigungsmittel in Schutzhüllen und Mehrwegflaschen verpackt, die oft verwendet werden können. Auf diese Weise produzieren Gebäudereiniger seit einigen Jahren deutlich weniger Müll.

Konzentrierte Reinigungslösungen

Reinigungslösungen werden heute portioniert und häufig um das 10-fache konzentriert gegenüber normalen Reinigungsmitteln. Dadurch wird die Reinigung effizienter und die genaue Portionierung ermöglicht es, dass weniger Reinigungsmittel in die Umwelt gelangen. Die Portionen sind so bemessen, dass nur das, was gerade benötigt wird, offen ausliegt. So können weniger Chemikalien durch herumliegen bzw. verschütten die Umwelt belasten.  Nebenbei bewirken diese konzentrierten und portionierten Reinigungslösungen auch eine deutliche Kostenreduzierung. Es werden weniger Produkte benötigt, um die Arbeit zu erledigen.

Einfach zu bedienende Systemlösungen

Den Produkten werden drei Farben und spezielle Anweisungen zugeordnet, so dass das Mischen und Verwenden sehr einfach wird. Beispielsweise kann man mit einer rot-gelb-grünen Färbung fast alle Reinigungsmittel erfassen, die zur Unterhaltsreinigung verwendet werden. Rot hat sich dabei als Sanitärreiniger, Gelb als Bodenreiniger und Grün als Mehrzweckreiniger bei vielen Firmen etabliert.

Umweltbewusste und nachhaltige Produkte und ein sorgsamer Umgang gewinnen immer mehr an Popularität und können als Argumente in der Neukundengewinnung verwendet werden.

Die Gebäudereinigung ist eine Branche, die von Ihrer Grundausrichtung her (schützend und erhaltend) gern den Gedanken aufgreift, dass sie ihren Teil tun muss, um den Planeten sauberer zu erhalten.

Reinigungsmittel haben immer noch einen großen Anteil an der Wasserverschmutzung. Geschäftspartner und Kunden der Reinigungsfirmen begreifen aber immer mehr wie wichtig es ist, nachhaltige Reinigungsmittel zu verwenden. Dadurch fühlen sie sich gut, und können so ihren Beitrag leisten.

Wenn Sie sich für einen neuen Reinigungsservice entscheiden, dann wählen Sie einen, der sicherstellt, dass umweltfreundliche Produkte in Ihrem Büro genutzt werden. Kurz gesagt: Wählen Sie einen, der grüne Produkte und Praktiken verwendet.

31. Mai 2010  Kategorie:   Reinigung Allgemein

Wissenswertes zum Thema Reinigung und Reinigungsmittel

Reinigung
Über die Notwendigkeit der Reinigung verschmutzter Einrichtungen und Gebrauchsgegenstände sowohl zu ihrer Werterhaltung als auch aus hygienischen Gründen gibt es kaum unterschiedliche Meinungen.

Wenn Reinigung das Entfernen von Schmutz bedeutet, stellen sich folgende Fragen:

Was ist Schmutz?
Wie kann der Schmutz entfernt werden?

Da der Schmutz  nicht aus einer einzigen chemischen Substanz besteht, sondern in seiner chemischen Zusammensetzung unbegrenzt variabel ist, handelt es sich wohl in den meisten Fällen um ein komplexes Gemisch von anorganischen und organischen Komponenten. Einige Beispiele für anorganische Schmutzkomponenten sind Salze, Metalloxide und Kalkreste. Für die organischen Schmutzkomponenten sind es Fette, Eiweiß, Öle, Wachse und Bakterien.

Die ungefähre Kenntnis des zu entfernenden Schmutzes und seine durchschnittliche Zusammensetzung ist von Bedeutung für die Durchführung des Reinigungsprozesses sowie die Auswahl eines passenden Reinigungsmittels. Jetzt sind wir bei der Frage, wie der Schmutz entfernt werden kann. Neben der Auswahl eines auf den zu entfernenden Schmutz abgestimmten Reinigungsmittels sind für den Reinigungserfolg außerdem die Faktoren Temperatur, Mechanik und Zeit wichtig. Hier soll allerdings lediglich das Reinigungsmittel betrachtet bzw. die Komponenten eines Reinigungsmittels und deren spezifische Wirkungen gezeigt werden.

Reinigungsmittel

Reinigungsmittelkomponenten

Da ein Reinigungsmittel auf die Schmutzart und auf das zu reinigende Objekt abgestimmt ist, müssen nicht alle angegebenen Komponenten in einem Reinigungsmittel enthalten sein. Jetzt werden wir die einzelnen Reinigungsmittelkomponenten nacheinander besprechen.

Tenside
Tenside sind waschaktive Substanzen (WAS) und stellen meist das Herzstück eines Reinigungsmittels dar. Es handelt sich hierbei um grenzflächenaktive Stoffe, die in der Lage sind, sich an Grenzflächen anzureichern und damit die Spannung der Grenzflächen, d.h. die Oberflächenspannung des Wassers herabzusetzen. Daraus resultiert eine bessere Benetzung der zu reinigenden Oberfläche und ein besseres Abfließen bzw. besserer Abtransport des schmutzhaltigen Wassers. Zum anderen sind Tenside aufgrund ihrer Struktur dazu befähigt, Schmutzpartikel zu umhüllen und abzutransportieren. Aufgrund der hohen Einsatzmengen der Tenside muss die Umweltverträglichkeit dieser Stoffe sichergestellt sein. Das für den Verbleib in der Umwelt bzw. im Abwasser entscheidende Kriterium ist die biologische Abbaubarkeit. Die Abbaubarkeit der Tenside ist in der Tensidverordnung geregelt. Danach müssen in Wasch- und Reinigungsmitteln eingesetzte Tenside mindestens zu 80 % abbaubar sein. Der größere Anteil der heutigen im Einsatz befindlichen Tenside  zeigen bezüglich der Abbaubarkeit Werte von über 90 %, d.h. sie übertreffen deutlich den gesetzlich vorgeschriebenen Wert.

Säuren/Laugen
Reinigungsmitteln werden Säuren oder Laugen dann zugesetzt, wenn spezielle oder verstärkende Reinigungseffekte erzielt werden sollen. Ein Maß für den Säure- oder Laugencharakter stellt der pH-Wert dar. Die pH-Skala reicht von 0-14. Bei pH-Werten unter 7 liegt der Säurebereich vor, wobei die Säurestärke mit kleiner werdendem pH-Wert zunimmt (pH = 0 sehr starke Säure). Bei pH-Werten größer als 7 beginnt der alkalische bzw. Laugenbereich , wobei mit zunehmendem pH-Wert die Laugenstärke zunimmt (pH = 14 sehr starke Lauge). Ihr  Wirkungsmechanismus beruht darauf, dass die in einer alkalischen Lösung vorhandenen OH -Teilchen, negativ geladenen Teilchen, sich sowohl an Schmutz und der zu reinigenden Oberfläche anlagern. Diese negative Aufladung an Schmutz und Oberfläche führt dazu, dass der Schmutz von der Oberfläche abgestoßen wird. Außerdem sind die OH-Teilchen bei höherer Temperatur und längerer Einwirkzeit in der Lage , den fetthaltigen  Schmutz zu “verseifen”, sie machen ihn wasserlöslich und damit leichter entfernbar.

Bezüglich der Abstoßungskräfte finden wir bei sauren Lösungen einen ähnlichen Wirkungsmechanismus vor. Hier ist die  Aufladung jedoch positiv, bedingt durch das in der Lösung vorliegende H + Teilchen. Die Abstoßungskräfte sind allerdings schwächer als bei den Laugen. Zusätzlich sind aber saure Lösungen, und das ist ihr besonderer Vorteil,  in der Lage Kalk aufzulösen, der aus vielerlei Gründen unerwünscht ist. Kalk setzt Leitungen zu, überzieht Stoffe und macht sie brüchig. Außerdem ist er “Wohnung” für Bakterien und verbraucht die Reinigungskraft des Reinigungsmittels.
Daher sind zur Reinigung von anorganischen Verschmutzungen, wie Kalkreste und Salze vorzugsweise saure Reinigungsmittel heranzuziehen. Produkte mit hohem Laugen- oder Säureanteil  sind entsprechend der Gefahrstoffverordnung als “Ätzend” zu kennzeichnen, da sie die Haut des Menschen beschädigen können, sofern sie konzentriert darauf gelangen. Daher sind unbedingt entsprechende Vorsichtsmaßnahmen beim Umgang mit diesen Konzentraten zu berücksichtigen.
Wenn sie nach der Anwendung ins Abwasser gelangen sollten, stellen sie aufgrund der starken Verdünnung und auch durch Neutralisationsreaktionen von Säure und Lauge zu Wasser keine ernsthafte Gefährdung für die Umwelt dar.

Komplexierungsmittel
Die in einem Reinigungsmittel vorhandenen Komplexierungsmittel haben die Aufgabe, den Verursacher der hohen Wasserhärte, das CaIon, zu komplexieren bzw. “aus dem Verkehr zu ziehen”. Die negativen und unerwünschten Begleiterscheinungen einer hohen Wasserhärte sind bekanntermaßen:

-Ablagerungen von Kalk an Maschinen und Leitungen
-Minderung der Reinigungskraft insbesondere bei alkalischen Reinigern

Daher werden diese Koplexierungsmittel vorzugsweise bei alkalischen Reinigern eingesetzt, die für maschinelle Reinigung konzipiert sind.

Lösungsmittel
Das am meisten vorhandene Lösungsmittel bei flüssigen Reinigern ist Wasser. Wasser spielt bei jeder Feucht- bzw. Nassreinigung die wichtigste Rolle. Wasser hat nicht nur die Funktion, die chemischen Wirkstoffe eines Reinigungsmittels gut zu lösen, sondern ebenfalls die Aufgabe, den gelösten Schmutz und die Reste der chemischen Reinigung von der Oberfläche des Reinigungsgutes abzuspülen. Daher ist Wasser folglich ein unentbehrliches und universelles Hilfsmittel für die Nassreinigung. Neben Wasser können je nach Anwendungzweck auch organische Lösungsmittel zugesetzt werden.

Desinfektionsmittel
Desinfektionsmittel sind Hilfsstoffe mit keimtötender Wirksamkeit, d.h. sie haben die Aufgabe, krankheitserregende und andere schädliche Mikroorganismen abzutöten, so dass diese nicht mehr zur Infektion fähig sind. Selbstverständlich werden diese Desinfektionsmittel nur den speziell für diesen Anwendungszweck ausgewählten Reinigern zugesetzt.

Abrasivstoffe
Zum Reinigen von Armaturen, Waschbecken oder auch Theken sind mechanisch wirksame Zusätze in den Spezialreinigern nützlich. Diese Scheuermittel, die auch als Abrasivstoffe bezeichnet werden, sollen die chemische Wirksamkeit der übrigen Bestandteile in den Reinigungsmitteln gegenüber sehr fest haftenden Schmutzteilen mechanisch unterstützen.
Gleichzeitig dürfen diese Zusätze jedoch die behandelten Oberflächen nicht beschädigen. Deshalb müssen diese Abrasivstoffe, die aus Quarzsand, Kreide oder Kieselgur bestehen können, eine sehr feine Körnung aufweisen.

Duft- und Farbstoffe
Die in einigen Reinigern enthaltenen Duftstoffe sollen zum einen den Produkten einen angenehmen und produktspezifischen Geruch verleihen, zum anderen unangenehme Gerüche des zu entfernenden Schmutzes überdecken und dem gereinigten Gut einen angenehmen, frischen Duft vermitteln. Den Reinigungsmitteln zugesetzte Farbstoffe helfen den optischen Eindruck des Produktes zu verbessern. Darüber hinaus können sie auch die Wirksamkeit eines angewendeten Produktes optisch sichtbar machen.

Gebäudereinigung in Hamburg