Posts Tagged ‘Tenside’

18. Januar 2012  Kategorie:   Informelles und Aktuelles, Tipps und Tricks

Bei Polstermöbeln ist es meist nicht möglich, genau zu prüfen, was unter dem Bezugsstoff ist. Der erfahrene Gebäudereiniger bekommt durch Griffroutine, also durch Befühlen des Polsters, raus was sich darunter befindet. Dies kann z.B. Schaumstoff, Seegras, Daunenfedern oder eingefärbte Polsterwatte sein.

Am besten man geht davon aus, dass sich sowohl das eine als auch das andere unter dem Polsterstoff befindet. Jeder dieser Füllstoffe ist wasserempfindlich. Das bedeutet, dass Sie bei verstellbarem Druck, den Sprühdruck je nach Stoffstärke und Gewebedichte zwischen 2 – 3,5 bar einstellen müssen. Auf jeden Fall sollten bei unverstellbarem Druck nicht mehr als 3,5 bar eingestellt sein.

Für Samtvelour wären 2 bar und bei Cordstoffen 3 bar die richtige Einstellung, dies aber nur als Richtlinie. Sprühen Sie zuerst die stark verschmutzten Polsterteile mit einem Prespray vor. Nicht wasserlösliche Flecken werden mit dem passenden Fleckentferner behandelt. Bereits mit dem Versprühen durch ein Prespray erreichen Sie eine große Flecklösung. Nach einer Einwirkzeit von 10 – 15 Minuten kann mit dem Reinigen begonnen werden. Für ein gutes Reinigngsergebnis ist heißes Wasser Voraussetzung, mindestens 40 °C, bei synthetischen Stoffen kann auch heißeres Wasser verwendet werden.

Für die Reinigung verwenden Sie ein Polsterreinigungsmittel und reinigen mit einer Polsterdüse. Bei der Polsterreinigung ist es zu empfehlen, nach jedem Reinigungsvorgang nur saugend nachzuarbeiten und einen festen Nebel aufzusprühen. Wenn Sie zu nass arbeiten, kann es Ihnen passieren, dass Sie am nächsten Tag bei einer Polsterfüllung mit eingefärbter Polsterwatte, hässliche Farbflecken zurücklassen. Daunenfedern können bei zu nasser Behandlung verklumpen, Seegras wäre einfach nicht mehr brauchbar

Stellen Sie grundsätzlich vor Beginn der Arbeit fest, wie die Polster beschaffen sind, wie Sie reingen wollen mit welchem Produkt Sie reinigen wollen und den Sprühdruck nicht vergessen.

15. September 2010  Kategorie:   Reinigung Allgemein

Die Reinigung in Bäckereien und Lebensmittel verarbeitenden Betrieben dient der Entfernung von Schmutz und Lebensmittelresten, die uner­wünschten Mikroorganismen als Nahrung zur Vermehrung dienen könnten.
Die Durch­führung der Reinigung muss für jeden Betrieb bzw. Bereich individuell unter Berück­sichtigung der genannten Einflussfaktoren geplant werden. Häufig erfolgt aufgrund einer starken Verunreinigung mit Lebensmittelresten im Vorfeld der Reinigung eine Entfernung des Grobschmutzes. Anschließend folgt die eigentliche Reinigung unter Verwendung geeigneter Reinigungsmittel.

Ablauf der Reinigung: Grobschmutz entfernen durch kehren, kratzen, wischen, spülen oder spritzen; Reinigung mit einer Reinigungsmittellösung mit sauberem Wasser nachspülen, um Reinigungsmittelrückstände zu entfernen.

Reinigungsmittel Reinigungsmittel lassen sich nach ihren pH-Werten in drei Gruppen einteilen:
saure Reinigungsmittel (pH-Wert zwischen 1 und 5);
neutrale Reinigungsmittel (pH-Wert zwischen 6 und 9);
alkalische bzw. basische Reinigungsmittel (pH-Wert zwischen 10 und 14).

Reinigungsmittel enthalten neben den Säuren oder Alkalien je nach Produkt und An­wendungsbereich z. B. folgende Komponenten:

Tenside (insbesondere anionische und/oder nichtionische Tenside) setzen die Ober­flächenspannung herab, fördern das Ablösen von Schmutz und verbessern die Reini­gungswirkung; Komplexbildner wie z. B. Polyphosphate, Phosphonate und Ethylendiamintetraacetat (EDTA) binden freie Mg2+- und Ca2+-Ionen aus dem Wasser, wodurch der Bil­dung von Kalkablagerungen vorgebeugt und gleichzeitig die Reinigungseigenschaf­t verbessert wird; Oxidationsmittel wie z. B. Peroxide und Hypochlorit dienen zur Entfernung hart­näckiger Rückstände und besitzen gleichzeitig eine mikrobizide Wirkung. Sie wer­den insbesondere bei alkalischen Reinigungsmitteln eingesetzt; kationische Tenside besitzen eine keimreduzierende Wirkung; Schauminhibitoren verhindern eine übermäßige Schaumbildung. Dies ist insbeson­dere bei Produkten für die CIP-Reinigung notwendig; Korrosionsinhibitoren reduzieren mögliche Oberflächenschädigungen von sauren Reinigungsmitteln; Stabilisatoren und Lösevermittler sollen eine Trennung der einzelnen Komponenten sowie unerwünschte chemische Reaktionen im Konzentrat verhindern und werden in flüssigen Reinigungsmitteln angewandt, um deren Stabilität zu erhalten.

Saure Reinigungsmittel

Die Basis saurer Reinigungsmittel können verschiedenste Säuren wie z. B. Schwefel­säure, Salpetersäure, Salzsäure, Citronensäure oder deren Salze sein. Die Säuren dienen insbesondere der Auflösung säurelöslicher, mineralischer Beläge (Kalkablagerungen). Sie verwandeln die wasserunlöslichen Ablagerungen (z. B. Wasser-, Kessel-, Milch- oder Bierstein) in eine lösliche, abspülbare Form. Einsatzgebiete saurer Reinigungsmittel sind z. B. Erhitzer-, Tank- und Formenreinigung sowie im Sanitärbereich. Nachteil: Saure Reinigungsmittel können gegenüber den Materialien (z. B. Aluminium) korrosiv wirken.

Neutrale Reinigungsmittel

Die Basis neutraler Reinigungsmittel sind meist anionische und/oder nichtionische Ten­side. Da neutrale Produkte weniger aggressiv sind, werden sie überwiegend für manuelle Reinigungsarbeiten (z. B. auch als Fettlöser) sowie zur Reinigung empfindlicher Gegen­stände eingesetzt.


Alkalische Reinigungsmittel

Grundstoffe alkalischer Reinigungsmittel sind z. B. Natronlauge bzw. Natriumhydroxid, Kalilauge bzw. Kalihydroxid, Natrium-bzw. Kaliumsilikat oder Natrium- bzw. Kalium­phosphat. Alkalische Bestandteile wirken in wässrigen Lösungen in der Regel sehr gut quellend und lösend auf organische Rückstände. Sie besitzen eine gute Reinigungskraft gegen­über eiweißhaltigen Verunreinigungen und werden daher z. B. häufig in der Fleischwirt­schaft angewandt. Bei sehr hartnäckigen Verunreinigungen durch z. B. denaturiertes Eiweiß in Grill-, Räucher- und Kochschränken werden stark alkalische Reiniger einge­setzt. Nachteil: Alkalische Reinigungsmittel können gegenüber den Materialien (z. B. Alumi­nium) korrosiv wirken.
Praxistipps In vielen Fällen ist ein regelmäßiger Wechsel zwischen sauren und alkalischen Reinigungsmitteln sinnvoll (z. B. 4 × pro Woche Reinigung mit alkalischem Pro­dukt und 1 ×pro Woche mit saurem Produkt). Dadurch nutzt man die positiven Eigenschaften beider Produktgruppen. Regelmäßiger Produktwechsel wirkt sich positiv auf die Lebensdauer des Mate­rials aus (hoher Materialverschleiß durch aggressive Wirkung der Reinigungsmittel). Reinigungsmittel dürfen nicht miteinander vermischt werden! Ansonsten können unerwünschte chemische Reaktionen wie z. B. Verpuffungen oder Gasbildung auftreten. Reinigungsmittel müssen laut den Herstellerangaben für den Lebensmittelbereich geeignet sein.
Bei der Auswahl des Reinigungsmittels und des -verfahrens ist eine Beratung durch den Fachmann notwendig. Stark saure und alkalische Reinigungsmittel besitzen eine erhebliche keimredu­zierende Wirkung. Zur Reinigung und Desinfektion ist stets Wasser mit Trinkwasserqualität zu ver­wenden.

31. August 2010  Kategorie:   Stichworte Reinigung

Waschmittel Hier die wichtigsten Inhaltsstoffe konventioneller Waschmittel: Bestandteile Wozu und in welchen Waschmitteln?

Tenside lösen den Schmutz aus der Wäsche In allen Waschmitteln Vergrauungsinhibitoren Binden den Schmutz und verhindern Wiederablagerung auf der Wäsche In allen Waschmitteln Enzyme Lösen als Katalysatoren für chemische Prozesse bestimmte Typen von Schmutz (v.a. Eiweiß, Fett, Stärke) In allen Waschmitteln

Bleichmittel Zerstören unerwünschte Farbpigmente Nicht in Bunt- und Feinwaschmitteln Bleichaktivatoren lassen Bleichmittel bereits bei niedrigen Temperaturen wirken Dort wo Bleichmittel verwendet werden Optische Aufheller Lassen weiße Wäsche noch weißer scheinen. Nicht in Feinwaschmitteln

Verfärbungsinhibitoren Verhindern das Verfärben v.a. Waschmittel für Buntwäsche, Feinwaschmittel Parfüme/Duftstoffe Geruchsverbesserung Waschmittel, Weichspüler Enthärter, Gerüststoffe Enthärten das Wasser und verhindern Kalkablagerungen in Maschine und Wäsche.  Alle Waschmittel

Vollwaschmittel enthalten alle angegebenen Bestandteile. Bei Feinwaschmitteln werden nur weniger agressive Komponenten eingesetzt. Baukastenwaschmittel erlauben die Zugabe derjenigen Bestandteile, die für einen Waschgang tatsächlich benötigt werden.